Segelball
Segelball ist eine Mannschaftssportart, die von der Segeljugend Schluchsee im Laufe vieler Wassertrainings entwickelt wurde. Was als zwischenzeitliche Auflockerungsübung begann, erfreut sich mittlerweile allseits größter Beliebtheit, und hat beste Chancen, in absehbarer Zeit ins olympische Programm aufgenommen zu werden. Dringend zur Nachahmung empfohlen!

Die Regeln
Es spielen 2 Mannschaften mit je drei oder mehr Optis gegeneinander. Ziel ist es, den im Spiel befindlichen Ball durch das gegnerische Tor zu segeln.
Tore und Spielfeld
Der Schiedsrichter legt vor Spielbeginn zwei Tore aus. Diese liegen, je nach Windstärke, ca. 30 bis 60 Meter voneinander entfernt. Die direkte Strecke zwischen den Toren ist ein Halbwindkurs. Ein Tor wird mit 2 Bojen markiert, und ist ca. 2 Bootslängen breit. Die Tore können treibend oder verankert bespielt werden.
Das Spielfeld befindet sich zwischen den Toren und im direkten Umfeld der Tore. Der Schiedsrichter kann je nach Gegebenheiten das Spielfeld auch nach Luv und Lee begrenzen, insbesondere um Zeitspiel zu unterbinden.
Vorfahrtsregeln
Es gelten die Regeln der BinSchStrO. Es gelten keine Innenraumregeln, insbesondere an den Torpfosten. Das Schiedsrichterboot gilt als Hindernis und ist dementsprechend zu umfahren. Die Torpfosten dürfen berührt, aber nicht verschoben werden.
Spielverlauf
Der Schiedsrichter legt eine Spieldauer fest, z.B. 2 x 5 Minuten. Ein Seitenwechsel zur Hälfte der Spielzeit ist insbesondere bei unsteten Windverhältnissen sinnvoll.
Zu Beginn des Spiels befinden sich die Mannschaften an ihren Toren. Der Schiedsrichter bringt den Ball in der Feldmitte ins Wasser, womit das Spiel beginnt. Beide Mannschaften versuchen, den Ball in ihren Besitz zu bekommen.
Jeder Spieler darf den Ball maximal 10 Sekunden lang im eigenen Boot halten, dann muss er ihn abgeben. Die gegnerische Mannschaft versucht, denn Ball in ihren Bestitz zu bringen. Die Zeit wird vom Schiedsrichter überwacht. Der Ball kann durch Wurf oder Übergabe einem beliebigen Mitspieler weiter gereicht werden. Fällt der Ball ins Wasser, beginnt die 10-Sekunden-Frist erst, sobald er vom nächsten Spieler berührt wird. Ein Verstoß gegen die Vorfahrtsregeln führt für die ballführende Mannschaft zum Ballverlust. Begeht die verteidigende Mannschaft einen Regelverstoß, muss der verantwortliche Spieler einen 360°-Kringel ausführen.
Segelt ein Spieler mit dem Ball an Bord durch das gegnerische Tor, bekommt seine Mannschaft einen Punkt. Sie lässt den Ball am Tor zurück, und zieht sich aus dem Torraum zurück.
Die Mannschaft, die am Ende der Spielzeit die meisten Punkte hat, gewinnt.
Sonderregeln
Der Schiedsrichter kann während des Spiels entscheiden, dass auch geworfene Tore zählen. Der Schiedsrichter kann für starke Regelverstöße (z.B. Kollision) einen Punkt für das geschädigte Team vergeben. Bei wiederholten Regelverstößen kann ein Spieler für den Rest der Halbzeit oder auch für den Rest des Spiels des Feldes verwiesen werden. Grundsätzlich hat der Schiedsrichter immer Recht.

